Themen und Positionen --> Bauleitplanung

Wolfgang Sojer
Gmelchstr. 23
83278 Traunstein
Geboren: März 1962 in Bad Reichenhall
Verheiratet
Dott.arch./Dipl.Ing.FH
Architekt / Energieberater / Mediator
e-mail:
sojer@traunsteiner-liste.de

Themenkreis Stadtentwicklung und Bauen

Nachhaltige ökologische Ansätze im Bereich der Stadtentwicklung, dem Bauen und Bauunterhalt von städtischen Gebäuden sind mein Anliegen.
Nachhaltigkeit heißt auch, dass bei Neubau und Sanierungen die Herstellungskosten nicht das alleinige Entscheidungskriterium sein dürfen. Da im Lebenszyklus eines Gebäudes die Errichtung 20%, die Betriebs- und Unterhaltskosten jedoch 80% ausmachen ist verstärkt auf die Folgekosten zu achten. Neben dem Wunsch einer möglichst günstigen Errichtung können anfängliche Mehrinvestitionen, vor allem in einen höherwertigen Energiestandard sowie Ressourcen schonende und energiesparende Haustechnik eine erhebliche Reduzierung der Betriebskosten bewirken. Somit werden die Gesamtkosten auf lange Sicht verringert und zukünftige Haushalte geschont.

Öffentliche Hand hat Vorbildfunktion
Die Stadt Traunstein sollte bei allen zukünftigen Maßnahmen verstärkt ihre Vorbildfunktion wahrnehmen und gerade auch bei Sanierungen einen hohen Maßstab an die Energiestandards legen. Bei der Sanierungen städtischer Gebäude sollte Passivhausstandard angestrebt werden. Energiekosten reduzieren sich und es kann mehr Kaltmiete kann bezahlt werden (Mieteinnahmenssteigerung ohne Kostensteigerung beim Mieter) Es entstehen gefragte Wohnungen ohne Leerstand und zufriedene Mieter gehen sorgsamer mit den Objekten um, was den sozialen Frieden fördert.

Bau- und Planungsrecht
Die neue Bauordnung (ab Januar 2008) verschafft Spielräume für Nachverdichtung und die Stellplatzproblematik. Diese Spielräume sollten ausgeschöpft werden für Bauvorhaben im Bestand, Nachverdichtungen, Dachausbauten, usw. um den Bodenverbrauch zu reduzieren. Die ökonomischen Anforderungen von Investoren im engen Dialog im Sinne einer Belebung der Innenstadt verträglich und nachhaltig integriert und Ziele und Visionen für das Stadtzentrum entwickelt werden. Eine belebte Innenstadt bedeutet eine hohe Lebensqualität und vermindert die Leerstände.

Das Motto heißt, die Stadt wachsen lassen und nicht immer neue "Peripherie" bauen, sondern gewachsene Strukturen fortentwickeln und behutsam erweitern. Eine Häufung von Neubauten auf der grünen Wiese ergeben noch kein neues Stadtviertel, da die gewachsenen Strukturen fehlen.
Bei Bebauungsplänen muss beachtet werden, dass energiesparende Bauweise möglich ist, z.B. größere Baufenster für Bauen ohne Keller, Firstrichtungen nicht zwingend vorschreiben, Gestaltungsfreiheit für Wintergärten und große Südfenster, Fernwärmeversorgung mit einplanen und andenken, es als "Bürgerkraftwerk" zu betreiben.

Für das städtebaulich wertvolle Bahnhofsgelände mit einmaliger, nicht wiederkehrender Entwicklungschance für die Stadt müssen im Dialog mit Investoren und Bürgern Visionen entwickelt (Planungsworkshop) werden und langfristiges Denken die Entscheidungen bestimmen.

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