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Güterhalle

Alternatives Sanierungskonzept

Die Güterhalle eignet sich hervorragend für neue Räume des Jugentreffs und der Schule der Fantasie.

Kostenersparnis bis zu 80% möglich
Das derzeit mit einem Kostensatz von ca. 3,8 Mio € veranschlagte Sanierungskonzept passt zum einen nicht zur geplanten Nutzung für den Jugendtreff, der Schule der Fantasie und weiteren vermietbaren Räumen. Zum andern übersteigt es um ein Vielfaches die anfänglich dafür eingeplanten Mittel, und geht von Kosten wie denen für einen Neubau aus. Die in Aussicht gestellte staatliche Förderung von bis zu 60% darf nicht dazu führen, die Kosten unnötig hoch anzusetzen, um möglichst viel Förderung zu erhalten. Diese finanzieren wir ebenfalls über Steuern. Mit dem von uns vorgeschlagenen Sanierungskozept lassen sich bis zu 80% der Kosten einsparen, wobei der Ausbau gleichzeitig besser an das Nutzungskonzept angepasst wird.

flexibler Ausbau mit verbeserten Nutzungsmöglichkeiten
Teure und 'edle' Oberflächen sind für den Jugentreff und die Schule der Fantasie ungeeignet. Hier werden eher robuste, abwaschbare und evtl. auch leicht austauschbare Oberflächen benötigt, die auch mal einen Nagel oder eine Schraube aushalten. Jugendtreff und Schule der Fantasie benötigen nicht die gesamte Fläche. Hierfür nicht benötigte Räume sind für eine Vermietung zu 'teuer'. Durch einen flexiblen, am Bedarf orientierten Ausbau können Räume für weitere Nutzungskonzepte erschlossen werden. Denkbar sind auch Räume für das Q3 (Quartier für Medien.Bildung.Abenteuer) welches Produktionsstätte in erster Linie Kindern und Jugendlichen aus der Region für ihre Medienproduktionen zur Verfügung stellt, und somit hervorragend zum Jugendtreff passt.

Das Ausbaukonzept im Detail

Dichtheit der Hülle (Dach/Öffnungen)
Vorteil:
  • Gebäude wird als Zeitdokument in seiner Optik erhalten, die Außenoberflächen nur renoviert und ausgebessert
Materialwahl nach Kosten-Nutzen Prinzip
  • Jeweils einfachste und robusteste Materialien wählen
  • Die geplante Nutzung "Schule der Fantasie" und Jugendzentrum benötigt keinerlei "edle" Oberflächen, sondern einfache, robuste und leicht austauschbare Materialien, die auch "behandelt" werden können + dürfen (Graffitti/ Kunstaktionen/ Nägel/Schrauben/…)
  • z.B. einfache OSB-Platten an Wänden und Boden, Zementfaserplatten an Wänden und Innenwänden, etc. /Sanitärbereiche mit lackierten Wänden anstatt Fliesen (genauso haltbar und unempfindlich), etc.
Eigenleistung möglich machen
Integration der Nutzer in den Planungsprozess (Workshop)
Eigenleistung mit Unterstützung von Fachhandwerkern (z.B. Handwerker in Rente/Freiwillige/Bauhof/…) Vorteil:
  • Sozial integratives Projekt Jung + Alt
  • Vermittlung von Planungs- und Handwerkswissen an Jugendliche (Förderung)
  • Identifikation mit dem Projekt und dem Ort (vermeidet z.B. späteren Vandalismus)
  • deutliche Kostenreduktion
Elektroinstallation minimiert – Steuerung über Funkschalter
Vorteil:
  • Ersparnis von Leitungen (ca. 50%)
  • Flexibilität in der Steuerung, da jederzeit umprogrammierbar

Boden „aufgedoppelt“ auf Bestandsboden – klassischer „Riegelboden“
Vorteil:
  • Dämmung + Leitungsführung unter Boden möglich ohne Angriff des Bestandes
  • Oberfläche leicht austauschbar

Sanitär als „Blöcke“ an Außenwand (Straßenseite)
Vorteil:
  • Keine Leitungsführung im Inneren notwendig, kein Angriff des Bestandes

Dachdämmung innenseitig
Vorteil:
  • Auch Teilsanierung möglich, da außen nur die bestehenden Oberflächen saniert werden
  • Oberlicht kann unverändert erhalten bleiben (nur abdichten) horizontale, innenliegende Verglasung unter Oberlicht = nur 50% der Glasfläche, die neu eingebaut werden muss
  • Wärmebrücken werden „automatisch“ überdämmt
  • schnelle Aufheizung, keine Dachmassen aufzuheizen, passt ideal zur geplanten Nutzung

Innendämmung Wände
Vorteil:
  • gemeinsam mit Dachinnendämmung und Riegelboden ist die Dämmung komplett innenseitig ohne Unterbrechung durchlaufend
  • Keine Wärmebrücken
  • schnelle Aufheizung, keine Dachmassen aufzuheizen, passt ideal zur geplanten Nutzung

Heizung Anschluss an AKG

Resümee:
  • Baukostenreduktion durch Teilsanierung nur der auch mit Nutzung belegten Bereiche – Außenerscheinung unverändert, komplett renoviert unabhängig vom Innenleben (Stadtbild)
    geschätzt ca. 30 - 40%
  • Baukostenreduktion pro m2 durch einfache Ausstattung und Eigenleistung
    geschätzt ca. 20 - 40%
  • Betriebskostenreduktion durch nutzungsangepasste, schnelle Beheizungsmöglichkeit
    geschätzt ca. 20%
  • Geringere Unterhaltskosten durch hohe Identifikation der Nutzer mit dem Objekt (Vandalismusvermeidung)
  • Geringere Unterhaltskosten durch einfache, kostengünstige Materialien, die einfach ersetzt werden können
  • Freiräume für Gestaltung - Verhältnis von Kostenaufwand/m2 im Hinblick auf die tatsächliche Nutzungszeit wird vernünftig
  • Flexible Nutzung möglich, Möglichkeit des Umbaus/der Anpassung durch Nutzergruppen auch in späteren Jahren
  • Restliche Flächen frei für „einfache“ Nutzung wie z.B. Lager, Reparaturwerkstätten („Reperaturcafé“ als Bürgerprojekt), Probenräume für Bands, …

Ausbaukonzept von
Wolfgang Sojer
Dott.arch./Dipl.-Ing. FH
Architekt / Energieberater

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