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7.12.2013
Ralph Joerger als Oberbürgermeisterkandidat der Traunsteiner Liste nominiert


Der Fraktionsvorsitzende der Traunsteiner Liste Simon Steiner (rechts) und Umweltreferent Dr.Thomas Graf (links ) gratulieren dem nominierten Oberbürgermeisterkandidaten Dr. Ralph Joerger (Mitte).


Die Trausteiner Liste (TSL) tritt bei der Kommunalwahl am 16. März 2014 mit einem eigenen Kandidaten für das Amt des Oberbürgermeisters an. In ihrer letzten Mitgliederversammlung nominierte die partei-unabhängige Traunsteiner Wählergruppe, die in der laufenden Wahlperiode bereits mit 2 Stadträten die Stadtpolitik konstruktiv mitgestaltet hat, den 49 jährigen Dr. Ralph Joerger einstimmig als ihren Kandidaten für das Amt des Stadtoberhauptes.

Seit rund 10 Jahren lebt der promovierte Physiker mit seiner Familie in Traunstein und ist seit über 30 Jahren mit den regenerativen Energien als Schwerpunktthema kommunalpolitisch engagiert. Nach seinem Physik-Studium in Freiburg i.Br. und in Kanada promovierte er am Fraunhofer-Institut für Solare Energiesyststeme ISE und kam nach vierjähriger Forschungstätigkeit am Angstromlabor an der Universtät Uppsala in Schweden 2001 zur Dr. Johannes Heidenhain GmbH nach Traunreut.

Dr. Joerger ist seit sechs Jahren Vorsitzender der Traunsteiner Liste, die er 2007 mit den damaligen Stadträten Robert Gastager und Wolfgang Schrag mitbegründete. Die Bildung einer Partei-unabhängigen Wählergruppe im ökologisch fortschrittlichen Lager sollte allen ökologisch orientierten Bürgern ein kommunalpolitisches Engagement frei von Parteimitgliedschaften und -zwängen ermöglichen. Parteiunabhängigkeit sieht Joerger als einen wesentlichen Eckpfeiler für das Amt des Oberbürgermeisters, um auch über Parteigrenzen hinweg konstruktive Kompromisse erarbeiten zu können. Dass auch eine kleine Stadtratsfraktion wie die TSL ihre Positionen in fraktionsübergreifender Kooperation umsetzen konnte, zeige die Stadtratsarbeit von Dr. Rainer Schenk zur Förderung der regenerativen Energien, von Dr. Thomas Graf im Bereich der Jugendförderung, und von Simon Steiner bei der nachhaltigen Finanzplanung der Stadt. Den von Kooperation und gegenseitiger Achtung geprägten Politikstil im Stadtrat will Joerger in der kommenden Wahlperiode als Oberbürgermeister fortsetzen.

Seine Kandidatur begründete Joerger damit, die Stadt nicht lediglich „verwalten“ sonder aktiv mit Visionen voranzubringen zu wollen. Wenn man was verändern möchte, muss man sich der Öffentlichkeit stellen und Gehör finden. Konstruktive Vorschläge müssen in die Diskussion der kommunalpolitischen Themen im Wahlkampf eingebracht werden. Mehr als die Begründung, warum Ziele nicht erreichbar seinen, interessiert den Bürger, wie ihre Wünsche realisiert werden können. Auf Kreativität statt auf Verwaltungsfachwissen kommt es dabei an.

Defizite in der derzeitigen Stadtpolitik – und damit die Möglichkeit „es besser zu machen“ – sieht Joerger unter anderem in der Verkehrsplanung. Eine weitere Stadtumfahrung im Südwesten Traunsteins sei keine Lösung um die Belastung an der Wegscheidbrücke zu entschärfen, die durch eine effizientere Verkehrsführung entlastet werden müsse. Sinkender Lebensqualität durch wachsende Verkehrsströme muss ein attraktives und finanzierbares Stadtbuskonzept entgegengesetzt werden, welches die Erreichbarkeit zentraler Stadt- und Einkaufsbereiche mindestens im Stundentakt garantiere. Die Förderung der Mobilität durch Carsharing Modelle und den durchgängigen Ausbau sicherer Radwegeverbindungen, die den Radfahrer neben dem PKW als gleichberechtigten Verkehrsteilnehmer betrachtet, sieht Joerger als zentrale Aufgabe in der Verkehrsplanung. Verkehrsberuhigung in Wohngebieten, wo die Anwohner dies wünschen, trage ebenfalls zu einer erhöhten Lebensqualität bei.

Die zum Erhalt von Arbeitsplätzen notwendige Förderung Traunsteiner Gewerbe gelinge durch eine Belebung der Innenstadt und einer nur sehr begrenzten Ausweisung von Erweiterungsflächen für bestehende Betriebe an den Stadträndern. Eine entschiedene Absage erteilte er einem Raubbau an Grünflächen im Süden Traunsteins, die als Naherholungsgebiete ebenso schützenswerte seien wie der Haidforst im Norden.

Eine besonders wichtige Zielsetzung ist ihm eine zukunftsfähige Energieversorgung. Alle Formen der erneuerbaren Energieformen müssten intensiv genutzt und ausgebaut werden. Windräder im Traunsteiner Westen und Norden könnten ohne weiteres die Hälfte des Traunsteiner Strombedarfs decken. Ausbau der Wasserkraft und der Fotovoltaik auf kommunalen Gebäuden mit Beteiligung Traunsteiner Bürger und Vermarktung durch die Stadtwerke stellen ein interessantes Modell einer dezentralen Energieversorgung dar und garantieren stabile Preise. Ebenso wichtig seien Förderung und Forderung von Energieeinsparmaßnahmen sowie der Solarthermie.

Unter dem Stichwort Jugend- und Vereinsförderung sieht Joerger den Bedarf einer neuen Jugendherberge in Traunstein, die auf den brachliegenden Flächen am Bahngelände errichtet werden könne und jugendlichen Gästen von Kultur- und Sportveranstaltungen, sowie Familien als bezahlbare Übernachtungsmöglichkeiten zur Verfügung stehen solle. Zudem drängt er auf die zügige Erstellung eines Konzepts zum Ersatz der maroden Sporthalle des TVT, gegebenenfalls in Absprache mit dem Kreis beim Neubau einer Sporthalle für das AKG.

Die Mitglieder waren sich einig, bei der Aufstellungsversammlung am 7. Januar trotz Ausscheiden ihres verdienten Stadtrats Dr. Rainer Schenk eine kompetente und personell gestärkte Kandidatenliste zur Stadtratswahl vorlegen zu können. Schenk stellt sich zwar selbst nicht mehr zur Wahl, sagte aber der Traunsteiner Liste unter Führung des OB Kandidaten Joerger und den amtierenden Stadträten Steiner und Graf seine vollste Unterstützung zu.

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