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Impulse für die Innenstadt

Pressemitteilung zur Wahlveranstaltung Traunsteiner Liste am 26.2.2014



Am Mittwoch den 26.Februar stellte sich die Traunsteiner Liste vor der Kommunalwahl zum dritten Mal der Öffentlichkeit, diesmal in ihrem Stammlokal Sailer Keller.
Die Themen waren offen, da sich die Traunsteiner Liste einfach selbst präsentieren wollte. Die anwesenden Mitglieder der Bürgerliste stellten ihre Schwerpunktthemen vor und spannten den Bogen zu den Wahlkampfthemen Stadtentwicklung, Energie- und Finanzpolitik sowie Verkehrskonzept.
Gleich aus dem ersten Thema hätte sich genug Diskussionsbedarf für den gesamten Abend entwickeln können, aber auch die Energiepolitik kam nicht zu kurz.

Der OB-Kandidat Dr. Joerger mahnte mehr Transparenz und Bürgerbeteiligung bei großen Stadtplanungen an. Die kontroverse Umplanung der Klosterkirche zu einem neuen Kulturzentrum hätte mit dem Elternbeirat der betroffenen Ludwig-Thoma-Grundschule viel zielgerichteter erfolgen können, wie er betonte. Aus den Reihen der Traunsteiner Liste kamen auch die Stichworte geplante Stadtentwicklung, nicht nur falls die Landesgartenschau kommen sollte, und die Leerstände von Geschäften im Stadtzentrum. Gerade dieser letzte Punkt erhitzte die Gemüter der Gäste und wurde auch oft von Passanten bei den samstäglichen Infoständen am Maxplatz angemerkt. Hier wie dort empfindet man die Innenstadt als rückständig, auch weil sie sich immer noch überwiegend als Parkplatz präsentiert. Zu diesem Defizit an Ambiente komme noch das Fehlen angesagter Kleidungsfilialen wie z.B. in Rosenheim, wo selbst Mitglieder der Traunsteiner Liste offenbar lieber ihre Kleidung kaufen und erst recht die junge Generation. Die Anziehungskraft bekannter Ketten könnte aber auch den alteingesessenen Geschäften mehr Kundschaft bringen, wie z.B. die gute Frequentierung der Drogeriekette Müller am Maxplatz zeigt, von der die Bäckerei gegenüber auch profitiert. Den Besitzern teils schon lange leer stehender Geschäftshäuser sollten diese Zusammenhänge ebenso bewusst gemacht werden wie den übrigen Geschäftsinhabern.

Dem nicht automobilen Teil der Traunsteiner soll der Weg in die Innenstadt leichter fallen, selbst wenn sie keine Parkplätze suchen muss. Das Stadtbuskonzept der Traunsteiner Liste würde der älteren Generation und den Jugendlichen die Innenstadt öffnen. Das von dort fußläufig erreichbare geplante Jugendzentrum Güterhalle hätte ebenfalls gute Stadtbusanbindung in alle Stadtteile und Außenbezirke. Der maßvolle Ausbau dieser Begegnungsstätte für die Jungen liegt besonders der Konrektorin und Lehrerin Ulrike Hoernes (Listenplatz 3) und der künstlerisch engagierten Cosima Strähhuber (Listenplatz 11) am Herzen. Sie wünscht sich auch mehr schöpferische Angebote für das Alter ab 10 Jahren und mehr bezahlbaren Wohnraum in Traunstein für Studenten der Region, die in Salzburg studieren.

Dr. Joerger lieferte noch einen Beitrag zur 100% regenerativen Stromversorgung der Stadt bis 2020. Die Stadtwerke Traunstein sind es erst zu 13% auch wenn der Rest aus erneuerbaren Quellen eingekauft wird. Der OB-Kandidat stellte eine Rechnung auf, nach der für das Geld des geplanten bundesweiten Netzausbaus genügend Windstrom in Bayern erzeugt werden könnte um über 800 Städte wie Traunstein versorgen zu können. Er plädierte für den Einstieg der Stadtwerke Traunstein in die Windkraft als Beteiligungsmodell um wenigstens 50% des Traunsteiner Strombedarfs zu decken. Das würde statt Anstieg eine Senkung des Strompreises für alle Traunsteiner bewirken.

Den Besuchern wurde auch nochmal verdeutlicht, dass die Traunsteiner Liste wirklich unabhängig ist und mit allen Fraktionen im Stadtrat zusammen arbeitet, ohne Berührungsängste und Vorurteile.

Peter Blumenthal (Pressereferent)

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