Die Traunsteiner Liste ist sehr interessiert an sozialen, ökologischen und ökonomischen Projekten, die es in Traunstein gibt. Deshalb wurde im Rahmen der letzten Mitgliederversammlung das „Co-Working-Space“ besichtigt und von Herrn Fernsebner, dem Initiator und Gründer, das Konzept vorgestellt. Hier kann man Arbeitsplätze für eine bestimmte Zeit anmieten. Die nötige Büroinfrastruktur und die digitale Ausrüstung werden vom Anbieter bereitgestellt. Freiberufler und im Homeoffice tätige Menschen nutzen dieses Angebot auch in Traunstein immer mehr, berichtete Herr Fernsebner. 

Ralph Joerger, der Vorsitzende der Traunsteiner Liste, fragte nach einem Werbeschild. Dafür sei noch keine Genehmigung erteilt, wurde erklärt. Im ersten Stock konnten wir die flexiblen Arbeitsmöglichkeiten im sogenannten „Open Space“, und die festen Arbeitsplätze (Fixdesks) besichtigen. Angeboten wird: ein schnelles Internet, ein schlichtes aber ansprechendes Ambiente. Die Möbel wurden zum großen Teil selbst mit einfachen Mitteln gebaut. Es gibt auch die Möglichkeit, eine Kaffeepause zu machen. Dabei können sich verschiedene Möglichkeiten des Wissensaustauschs, Beratungen und Hilfestellungen ergeben, da in diesem Arbeitsrahmen die verschiedensten Berufsgruppen zusammentreffen und sich austauschen können. Außerdem treffen sich die „Coworker“ wöchentlich zu einem gemeinsamen Frühstück, das auch für den Austausch und zur Vernetzung von Wissen und Erfahrungen dient. Das ist das zweite wichtige Element von Coworking. 

Frau Gabriele Sachsenmeier erkundigte sich, aus welchen Bereichen die „Coworker“ kommen. Sie seien aus den Bereichen der Fotographie, Softwareentwicklung, Gesundheitswesen, Training und Coaching, und Ingenieurwesen, erklärte Herr Fensebener. Er erzählte auch von einem Handwerker, der hier in diesem Rahmen endlich in Ruhe seine Überweisungen erledigen konnte. 

Rainer Schenk wollte wissen, wie sich das Unternehmen finanziert. Das seien auf der einen Seite die Einahmen aus den Vermietungen der Arbeitsplätze, die verschieden gestaffelte Tarife, je nach der Benutzungszeit haben Zudem lagern verschiedene Firmen und Behörden ihre Arbeitsplätze hierher aus oder mieten den Konferenzraum für Besprechungen an. 

Simon Steiner wollte wissen, ob es finanziell besser wäre, einen Verein zu gründen. Das wurde von Herrn Fernsebner verneint, da es auch sehr wichtig sei, die Räume konstant zu pflegen, was im Rahmen von Freiwilligkeit in den Vereinen oft problematisch sei. Die Arbeitsplätze werden inklusive Reinigung und Heizkosten vermietet. Ulrike Hoernes, Stadträtin der Traunsteiner Liste, äußerte sich sehr begeistert über das Projekt Coworking, da zugleich auch ehemals leerstehende Räumlichkeiten wieder sinnvoll genutzt werden. Zudem wäre es nach ihrer Ansicht auch zu überlegen, ob die Stadt die Räume für Besprechungen o.ä. nutzen könnte. 

Das Highlight der Führung war der Konferenzraum im zweiten Stock. Von hier hat man einen beeindruckenden Rundumblick auf das Panorama auf Traunstein: vom Wochinger Spitz über die Stadtpfarrkirche bis zur Salinenkapelle, davor das Ensemble der alten Salinenhäuser. Man war sich einig, dass die Räumlichkeiten für Traunsteiner und auch Berufstätige aus anderen Städten ein angenehmes Umfeld mit professioneller, zeitgemäßer Ausstattung bieten, das in der Öffentlichkeit noch bekannter gemacht werden sollte. 

Homepage des CoWorking-Space: www.coworking-traunstein.de